Eibe - Taxus baccata


Artbeschreibung:
Die Eibe wird bis zu 18 m hoch und ist oft mehrstämmig. Sie trägt keine Zapfen. Dunkle Samen sind zur Reifezeit von einem saftigen roten Samenmantel, dem Arillus, umgeben. Daher kommt der Artname baccata „beerentragend“. Die Eibe blüht erst mit 15 – 30 Jahren und ist zweihäusig, d.h. es gibt weibliche und männliche Bäume. Alles an der Eibe mit Ausnahme des scharlachroten Samenmantels ist giftig.

Eibe
Eibe

Lebensweise / Ökologie: Die Eibe gilt als sehr schattenverträgliche Baumart, deshalb wächst sie bevorzugt im Unterstand reicher Laubmischwälder. Besonders unter dem Schirm des Buchenhochwaldes kann die Eibe als Unterwald dichte Vorkommen ausbilden. Obwohl der Baum als Tiefwurzler auch auf Steilhängen siedelt, werden frische, vor allem basische, tiefgründige Böden bevorzugt

Verbreitung: In Deutschland sind ältere Eibenbestände selten. Besonders im nördlichen Naturparkgebiet gibt es jedoch größere Bestände. Eines der größten Vorkommen Mitteleuropas befindet sich nicht weit von hier am Lengenberg, wo die Eibe unter der Buche praktisch eine zweite, geschlossene Kronenschicht ausbildet. Ihr Bestand wird mit mehreren tausend Exemplaren angegeben.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen: Die Eibe gilt in Deutschland als gefährdet und ist in der Bundesartenschutz-Verordnung als besonders geschützte Art geführt. In vielen Eibenvorkommen kann keine Verjüngung erfolgen, weil durch den Wildverbiss kaum Eiben aufwachsen können. Deshalb wurden zum Schutz des Jungwuchses einige Eibenbestände eingezäunt.

Besonderes: Die althochdeutsche Bezeichnung "iwa" bedeutet nicht nur Eibe, sondern auch Bogen und Armbrust. Das harte Eibenholz wurde im Mittelalter zum Herstellen von Bögen verwendet. In der germanischen Mythologie galt sie als Götterbaum und Schutzmittel gegen Zauber und böse Geister.